Gedanken zum Weihnachtsfest

Hab Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit,
ob der Himmel von Wolken, die Erde voll Streit.
Hab Sonne im Herzen, es komme, was mag
dann leuchtet voll Licht dir der dunkelste Tag!

Diese Zeilen des deutschen Lyrikers Cäsar Flaischlen möchte ich meinen Gedanken zum Jahresende 2014 voranstellen. Einem Jahresende, dass für uns in Hessen auf seine eigene Weise ganz besonders ist. Am 18. Januar wählte der Landtag nicht nur Volker Bouffier erneut zum Ministerpräsidenten. Er bestätigte auch die erste Koalition von CDU und Bündnis ’90/Die Grünen in einem Flächenland. Seitdem arbeiten unsere Fraktionen lautlos und fast immer harmonisch die im Koalitionsvertrag gestellten Aufgaben ab und zeigen damit, dass auch zwei in einigen Teilen sehr unterschiedliche Parteien ein Land erfolgreich führen können.

Zwei weitere Daten des zu Ende gehenden Jahres möchte ich gezielt ansprechen: den 13. Juli und den 5. Dezember.

Am 13. Juli wurden wir zum vierten Mal Fußballweltmeister. Auch wenn die meisten von uns wohl „nur“ am Fernseher dabei waren, war es ein schöner und freudiger Moment. Besonders freute mich, dass scheinbar das ganze Land fröhlich unsere Nationalflagge zeigen konnte und unsere Nationalhymne mitsang. So locker geht es dabei in unserem Land ja eher selten zu. Umso erfreulicher, dass der Sport bei diesem Thema eine so entkrampfende Wirkung hat.

Am 5. Dezember wurde in unserem Nachbarbundesland Thüringen ein Politiker der umbenannten SED zum Ministerpräsidenten gewählt. Ein in meinen Augen dunkler Tag in der Geschichte. Denn auch wenn sich die Partei seit dem Fall der Mauer 1989 mehrfach umbenannte und nun offiziell mit dem Namen DIE LINKE firmiert, so steckt noch in vielen Köpfen eine alte, ich möchte sagen eine falsche Ideologie. Nicht zu vergessen die zwei ehemaligen Mitarbeiter der Stasi, die für DIE LINKE im Thüringer Landtag sitzen. Niemals darf in unserem Land vergessen werden, wer die Verantwortung für die zweite Diktatur auf deutschem Boden getragen hat. Auch eine mehrfache Umbenennung kann die Schuld für die Toten an der ehemaligen Mauer nicht mindern oder gar tilgen! Die entwürdigenden Diskussionen in Thüringen um den Begriff des Unrechtsstaates zeigen worum es geht.

Aber das vor uns stehende Weihnachtsfest ist ein ganz besonderes Fest im Jahresrhythmus. Wir feiern die Geburt Christi, Gottes Sohn, der uns das Licht und das Heil auf Erden gebracht hat. Lassen Sie uns diese Botschaft leben und mit Leben erfüllen. Ganz wie es Cäsar Flaischlen in seinem Gedicht beschrieben hat.

Für das Weihnachtsfest wünsche ich geruhsame Tage mit Ihren Familien, Angehörigen und Freunden. Für das neue Jahr viel Gesundheit, Kraft und Gottes Segen!

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