Hartmut Honka: Lisa Süß bestärkt Alleinvertretungsanspruch der DITIB

Der direktgewählte CDU-Landtagsabgeordnete Hartmut Honka legt in dem Disput mit der GRÜNEN-Landtagskandidatin Lisa Süß nach. „Frau Süß bestärkt durch ihr Verhalten den von der DITIB beanspruchten Alleinvertretungsanspruch aller Muslime gegenüber dem deutschen Staat. Traurigerweise merkt sie dies nicht. Sie spielt damit der türkischen Regierung und der islamistischen AKP von Recep Tayyip Erdoğan in die Hände, der den Eindruck erwecken will, seine konservative Auslegung des Islam sein innerhalb der türkischen Gemeinden in Deutschland das Maß aller Dinge“, stellte Hartmut Honka klar.

Der CDU-Politiker betonte nochmals, die Türkische Islamische Gemeinde zu Dreieich e.V. gehöre zur DITIB und hänge über das Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyanet Isleri Bakanligi) unmittelbar an der türkischen Regierung. Dieses Amt für religiöse Angelegenheiten wiederum ist unmittelbar dem türkischen Ministerpräsidialamt angegliedert. Hartmut Honka: „Dies ist nach den bei uns üblichen Vorstellungen der Trennung von Staat und Kirche mehr als nur unüblich. Frau Süß scheint zudem auszublenden, dass selbst ihr politisch näher stehende Personen wie die frühere Islam-Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Lale Akgün, der DITIB Machtgelüste und „reaktionäre Gesinnungen“ vorwirft. Das „Gefährliche“ sei laut Frau Akgün, „dass sowohl die Diyanet in der Türkei als auch die DITIB in Deutschland ihren moralischen Einfluss auf die Menschen ausnutzen, indem sie moderne Normen und Umgangsformen, die auch in der Türkei schon lange den Alltag bestimmen, schlichtweg abzuschaffen versuchen“. Diese Aussagen sollten deutsche Politiker nicht einfach übergehen. Daher halte ich das Signal, welches von Wahlständen im Hof einer Moschee ausgeht, für grundfalsch.“

Zudem hält Hartmut Honka die Aussage von Frau Süß, die geplanten Wahlstände seien notwendig um „Muslimen in Dreieich die Möglichkeit zu geben, sich über die anstehenden Wahlen zu informieren“ für abwegig. Hartmut Honka: „In einer offenen und säkularen Gesellschaft ist eine Moschee eben nicht der einzige Ort, an dem mit türkisch stämmigen Mitbürgern über Politik gesprochen werden kann. Was ist mit eher weltlichen Muslimen oder den Anhängern der Lehre Attatürks?“

Frau Süß rede durch ihre Haltung klar einer Parallelgesellschaft und einer konservativen Auslegung des Islam das Wort. Dies hält Hartmut Honka für den verkehrten Weg für ein gutes und gelingendes Miteinander in unserer Gesellschaft. Hartmut Honka abschließend: „Nötig ist es mit allen weltoffenen und toleranten Muslimen ins Gespräch zu kommen! Dafür brauche ich aber keinen Wahlstand im Hof einer Moschee. Ziel muss es vielmehr sein, alle Kräfte zu stärken, die für einen aufgeklärten Islam stehen. Dafür werde ich mich künftig verstärkt einsetzen.“

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